Piwik – IP-Adressen nicht speichern
Wir haben in Deutschland ja leider das Problem, dass man als Betreiber einer Website schon so gut wie mit einem Bein im Knast steht. Dabei beziehe ich mich besonders auf den Wirbel, der in der letzten Zeit um Google Analytics gemacht worden ist. Da ich immer noch nicht so wirklich weiß, ob’s nun erlaubt ist oder nicht, hab’ ich mich einfach für Piwik entschieden.
Piwik ist eine Open-Source-Projekt, das Google Analytics angeblich Konkurrenz machen soll. Da ich das böse Statistikgedöns von Google nie ausprobiert habe, kann ich auch nicht sagen, ob man’s nun wirklich als Konkurrenz ansehen kann oder nicht. Mir reicht Piwik eigentlich sowohl vom Funktionsumfang als auch von der Bedienung. Mit dem passenden Wordpress-Plugin hab’ ich die Statistik dann auch direkt auf’m Dashboard. Das sieht gut aus, macht keine größeren Probleme und ist einfach zu bedienen.
Doch das Problem ist, dass Piwik eben auch IP-Adressen der Besucher speichert. Die speichert Piwik dann zwar nur bei mir und schickt sie nicht zu Tante Google, aber trotzdem könnte die Speicherung der IP-Adressen ein Problem darstellen. Wenn IPs nämlich personenbezogene Daten (was ich selbst nach einiger Recherche immer noch nicht so wirklich weiß) sind, darf ich die nicht ohne die Einwilligung des Besuchers speichern. Um dieses Problem zu lösen, gibt’s letztendlich drei Möglichkeiten: Ich benutze einfach kein Statistik-Tool, ich baue eine Abfrage beim Betreten meiner Seite ein oder ich speichere die IP erst gar nicht. Da es mich doch ziemlich interessiert, wie viele Besucher sich auf meinem Blog tummeln, will ich ungern auf die Statistik verzichten. Die Abfrage beim Betreten ist meiner Meinung nach auch ziemlich doof für den Besucher. Dementsprechend muss ich also irgendwie verhindern, dass die IPs der Besucher auf meiner Seite gespeichert wird.
Wie das gemacht wird, hat mir Tante Google freundlicherweise schnell beantwortet. Google führte mich direkt zu ‘nem Artikel auf braekling.de, in dem gezeigt wird, wie man Piwik die Speicherung der IP abgewöhnt. Dazu muss man einfach ‘ne Zeile in der visit.php im Piwik-Verzeichnis ändern, was dann bewirkt, dass Piwik einfach nur 0.0.0.0 als IP speichert. Wie das genau geht, lest ihr am besten direkt in dem Artikel nach.
Nach diesem kleinen Eingriff scheint Piwik eigentlich genauso zu laufen, wie vorher. Ob’s wirklich was bringt, weiß ich auch nicht so wirklich. Denn wie auch im verlinkten Artikel steht, kann man ja trotzdem noch die von Piwik gespeicherten Daten mit bspw. den Daten eines Kommentars kombinieren. Darum möchte ich mich auch nicht weiter kümmern. Die IP-Adressen meiner Besucher werden nicht gespeichert und damit hat sich die Sache. Mittlerweile geht mir diese Sache auch richtig auf die Nerven. Ich meine, wenn niemand weiß, was man nun darf oder nicht, wie soll man da dann noch durchblicken? Haben Blogger aus anderen Ländern eigentlich auch mit solchen Sachen zu kämpfen? Ich glaub’, ich wandere aus.

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